TSG tankt Selbstvertrauen

Es war ein entspanntes Wochenende für die Erste Mannschaft der TSG Lützelsachsen. Beseelt vom 9:2-Pflichtsieg über Schlusslicht St. Pius III gönnten sich Teile der Equipe am Samstag eine kleine Groundhopping-Tour durch die schönsten Tischtennis-Hallen des Rhein-Neckar-Bezirks. Bevor man dabei Zeuge des spannungsgeladenen 8:8 zwischen den Bezirksklasse-Rivalen aus Hemsbach und Ladenburg wurde, konnte noch der Grundstein zum Heimerfolg der eigenen Zweitvertretung in der heimschen Arena abgenickt werden. Nur die Lützelsachsener „Dritte“ wollte sich nicht so ganz in den Reigen einfügen und hatte mit gleich zwei Niederlagen doppelten Frust zu bewältigen.

TSG Lützelsachsen – SG-DJK St.Pius/MTG Mannheim III 9:2

Erstmals in der jüngsten Bezirksklasse-Ära ging die TSG Lützelsachsen als klarer Favorit in eine Partie. Dass man sich die gute Chance auf zwei wichtige Zähler keinesfalls entgehen lassen wollte, unterstrich eine der Bestbesetzung entsprechende Aufstellung mit den „Top 5“ sowie den Reserve-Akteuren David Baritz (Einzel) und Michael Bauer (Doppel), die sich die Aufgaben des längerfristig ausfallenden Norman O’Neal teilten. Die Gäste – im Folgenden nach Kabinen-Tradition salopp als „Pius“ bezeichnet – waren mit Baumann, Engels, Schwedhelm und Knoke sowie Ihle und Joner aus ihrer Vierten Mannschaft an die Bergstraße gereist. Für Martin Knoke bedeutete dies eine Rückkehr in jene Halle, in der er das Tischtennis erlernt und zu Jugendzeiten große Erfolge gefeiert hatte, darüber hinaus ein Wiedersehen mit zahlreichen alten Bekannten.

Geschenke wurden von Lützelsachsener Seite jedoch keine verteilt, denn das „Einserdoppel“ Ibba/Dremel ließ Engels/Knoke mit 3:1 deutlich das Nachsehen. Wesentlich spannender machten es Hellinger/Hofmann, als sie Baumann/Schwedhelm erst im Entscheidungssatz mit 16:14 bezwingen konnten – einmal tief durchatmen bitte! Zum Überraschungsdoppel stiegen daraufhin Koch/Bauer auf, die Ihle/Joner glatt in drei Sätzen abfertigten und entgegen der bisherigen landläufigen Meinung auch sportlich prächtig miteinander zu harmonieren scheinen.

Zum Auftakt der Einzel hatte Riccardo Ibba beim 3:0 keine Schwierigkeiten mit Florian Engels – Balsam auf die Wunden des bis dahin mit seiner 4:10-Bilanz hadernden Redaktionskollegen. Timo Dremel hingegen benötigte die volle Distanz, um Jonathan Baumann in die Knie zu zwingen und damit auf eine beruhigende 5:0-Führung für die TSG zu erhöhen. Den ersten Mannheimer Punkt sollte ausgerechnet Rückkehrer Knoke beisteuern, der Jonathan Hellinger in vier Sätzen auskno(c)kte und dabei nach eigener Auskunft sein bestes Tischtennis seit Ewigkeiten auf die Platte zauberte.

Doch Lützelsachsen ließ sich nicht beirren und legte in Gestalt von Jens Hofmann gegen Jan-Christian Schwedhelm sofort mit 3:0 nach. Etwas vom Glück begünstigt vermied Timo Koch im Anschluss das Verspielen einer 2:0-Satzführung und ergaunerte sich mit dem 13:11 im fünften Durchgang über Klaus Joner das 7iebeneins für die TSG. Für den zweiten Pius-Punkt sorgte im Parallelspiel Dieter Ihle, den Lützelsachsens Ersatzmann Baritz zu spät in den Griff bekam, sodass sich letzterer mit 1:3 beugen musste. Alles klar machten schließlich Ibba und Dremel in ihrem jeweils zweiten Einzel durch zwei ungefährdete 3:0-Erfolge gegen Baumann bzw. Engels.

Nach den weiteren Wochenend-Resultaten findet sich die TSG Lützelsachsen nun auf Platz 6 im Bezirksklasse-Ranking wieder. Als viel bedeutender dürfte jedoch der vorläufige Drei-Punkte-Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz zu bewerten sein, den zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison vermutlich nicht viele Anhänger erwartet hatten. Am Samstag (25.11.) kommt es nun zum Auswärts-Vergleich mit Pius II – vermutlich ein etwas größerer Brocken, dennoch alles andere als ein aussichtloses Unterfangen. Pius III rangiert unverändert auf der 10 und hat zum Hinrunden-Abschluss beim LSV Ladenburg II (1.12.) erneut ein richtungsweisendes Match vor der Brust.

Spieler des Tages: Riccardo Ibba. Kein Satzverlust in den Einzeln und nach seinem ersten 2:0 seit 245 Tagen (damals ebenfalls gegen St. Pius) zurecht voller Zuversicht, die Saison doch noch mit einer positiven Bilanz zu beenden. Timo Dremel spielte aber auch nicht schlecht …

Die Highlights des Spiels bei 7iebeneins TV:

 


TSG Lützelsachsen II – TSV Badenia Feudenheim 9:5

Mit dem Absteiger aus der Kreisliga rechnete die Zweitvertretung der TSG Lützelsachsen nach zwei lockeren 9:0-Erfolgen diesmal mit einem Gegner auf Augenhöhe in der Sporthalle der Gelberg-Grundschule. Dementsprechend schickte man die Bestbesetzung ins Rennen, also auch den wiedergenesenen Michael Bauer sowie den beim 3:9 in Schönau ebenfalls fehlenden Alexander Stadler. Die Gäste aus Feudenheim mussten auf ihren etatmäßigen Punkt 2 Christian Fischer verzichten, der durch Darko Cvetkovic ersetzt wurde.

In den für Lützelsachsener Mannschaften elementar wichtigen Eingangsdoppeln konnten Dremel/Schröder zwar nicht wirklich überzeugen, aber mit dem 3:1 über Kim/Guo immerhin einen effektiven ersten Zähler beisteuern. Spielerisch besser, aber in der Endabrechnung weniger erfolgreich machten es Baritz/Bauer, E., die sich Günther/Bühler erst im fünften Satz geschlagen geben mussten. Die erneute TSG-Führung zum 2:1 besorgten Bauer, M./Stadler durch ein souveränes 3:0 gegen Schimek/Cvetkovic.

Im ersten Einzel des Nachmittags gelang es David Baritz endlich einmal wieder, sich für eine gute Leistung zu belohnen; zwei 16:14-Satzgewinne gegen Bühler zeugen darüber hinaus von Nervenstärke. Gegen den favorisierten Tobias Günther war für Rolf Dremel in der Folge kein Kraut gewachsen; er sollte erst bei seinem zweiten Auftritt zu seinem verdienten Erfolgserlebnis kommen. Beim Stand von 3:2 setzte die TSG nun zu einem kleinen Zwischenspurt an und baute ihre Führung durch Martin Schröder (3:1 gegen Jichao Guo), Michael Bauer (3:0 gegen Paul Kim) sowie Alexander Stadler (3:1 gegen Darko Cvetkovic) auf ein scheinbar komfortables 6:2 aus. Erwin Bauers 1:3-Niederlage im Duell mit Alexander Schimek beendete die erste Einzelrunde.

Mehr als nur ein leises Aufbegehren stellte im Anschluss Baritz‘ Niederlage gegen Günther dar, denn trotz eines ausbleibenden Satzgewinns bot der Neuzugang dem Feudenheimer Topspieler einen tollen Kampf und musste sich mit 10:12, 9:11 und 9:11 dreimal denkbar knapp geschlagen geben. Dann die Befreiung des Rolf Dremel: In einem ständigen Auf und Ab teilte er sich mit Bühler die Führungsarbeit, behielt aber mit 11:8 im Entscheidungssatz das bessere Ende für sich – 7:3 für Lützelsachsen! Als dann Schröder gegen Kim in drei engen Sätzen jeweils die Nase vorn behielt, zeichnete sich der Lützelsachsener Heimsieg bereits ab; Stadler vergoldete diesen schließlich durch ein ungefährdetes 3:0 gegen Schimek. Im noch laufenden Parallelspiel musste sich Michael Bauer trotz 2:1-Satzführung gegen Guo zwar doch noch geschlagen geben, doch tat dies der Freude über einen wichtigen Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten im A-Klasse-Mittelfeld nur kurzzeitigen Abbruch.

Durch den Feudenheimer Erfolg gegen Tabellenführer Schönau am Montag zogen die an der Bergstraße unterlegenen Gäste wieder an Lützelsachsen vorbei auf Rang 4. Dies kann sich jedoch bereits am Freitag (24.11.) mit einem Punktgewinn der TSG im Gastspiel bei der TTG Birkenau II wieder ändern.

Spieler des Tages: Alex Stadler. Lockerer Auftritt im Doppel, in den Einzeln immer auf den Punkt zur Stelle, wenn es drauf ankam. Kommt immer besser in Form und kann in den nächsten Spielen noch zum entscheidenden Faktor werden.

 


TV 1877 Waldhof – Lützelsachsen III 9:2 / Lützelsachsen III – DJK Wallstadt IV 2:9

Zwei empfindliche Niederlagen musste die Dritte Mannschaft der TSG Lützelsachsen im Rahmen eines Doppel-Spieltags in Kreisklasse B2 hinnehmen. Beim Gastspiel in Waldhof punkteten Gajur Erk (14:12 im fünften Satz gegen Weidenauer) sowie der an Punkt 1 gesetzte Hanns Werner (3:0 über Mäurer). Die Ehrenpunkte zum 2:9 gegen Wallstadt besorgten abermals Werner durch ein 3:1 über Weiss und Saison-Debütant Alexander Gleich mit dem gleichen Ergebnis gegen Cieslik.

Die TSG nistet sich damit im Tabellenkeller ein und hofft als nun Siebter und Vorletzter auf Überraschungspunkte beim Hinrunden-Ausklang gegen den TSV Amicitia Viernheim VI (28.11.).

Spieler der Tage: Hanns Werner. Holt, was zu holen ist. Sticht aus einer häufig unterlegenen Mannschaft als positive Überraschung heraus. Zudem bemerkenswert: Martin Gatzemeiers 21:23 im dritten Satz gegen Reinhard Weiss (Wallstadt)!

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