SV Waldhof Mannheim nimmt 3. Liga ins Visier

Mannheim, 11. Januar 2017. (red/ric) Nach dem letzten turbulenten halben Jahr, ist es in der Winterpause des SV Waldhof Mannheim 07 bisher wohltuend ruhig. Die Mannschaft hat das Training im neuen Jahr aufgenommen und bereitet sich auf das große Ziel Aufstieg in die 3. Liga vor. Die Umstrukturierungen im Verein werden angegangen, der neue Aufsichtsrat wurde personell aufgestellt. Sportlich läuft es in der Liga ordentlich, nur im DFB-Pokal wird der Waldhof nach dem peinlichen Aus in Kirchheim auch nächstes Jahr nicht vertreten sein.

Seit zwei Wochen wird wieder ordentlich geschwitzt beim SV Waldhof. In den vergangenen Tagen standen einige Freundschaftsspiele an, bevor es am 29. Januar für acht Tage zum Trainingslager in die Türkei geht.

Den Trip in die Türkei hat der neue Investor Bernd Beetz bezahlt, die Mannschaft bereitet sich unter Profi-Bedingungen auf die restlichen vierzehn Spiele der Saison vor.

Der Auftrag an das Team ist klar; der Aufstieg soll dieses Jahr unbedingt gelingen. Für die Abwehr wurde deshalb mit Mete Celik ein junger Spieler vom VfB II verpflichtet. Der 20-jährige Linksverteidiger hat für die türkische U 19 Auswahl sieben Länderspiele absolviert und soll mit dem überragenden Hassan Amin für mächtig Dampf über die linke Seite sorgen.

Zudem wurde der Wechsel von Dennis Rothenstein bekannt gegeben. Der 21-jährige Stürmer kommt von der TSG Neustrelitz und soll in der Offensive für mehr Variabilität sorgen.

Doch auch abseits des Feldes wird an der Professionalisierung des Vereins gearbeitet.

Der Aufsichtsrat

Der siebenköpfige Aufsichtsrat kontrolliert in Zukunft die Geschicke der SV Waldhof Mannheim Spielbetriebs GmbH. Vier Mitglieder werden dabei vom Hauptverein gestellt, namentlich Prof. Dr. Martin Gutzeit, Alexander Rudnick, Markus Ritzmann sowie Präsident Klaus Rüdiger Geschwill.

Die drei Aufsichtsräte von Seiten des neuen Gesellschafters sind neben Bernd Beetz, sein Sohn Christian Beetz, sowie Giovanni Bava. Die Mehrheit im Kontrollgremium liegt demnach in den Händen des Vereins.

Im operativen Geschäft ist wie erwartet Markus Kompp der neue starke Mann und wird in Zukunft als Geschäftsführer die Geschicke der neuen SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH lenken.

Der 33-jährige war in der letzten Saison als Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor bei Hansa Rostock in der 3. Liga tätig.

Sein vorrangiges Ziel ist die Gewinnung sowie Bestandspflege von Sponsoren. Mit dem neuen Eichbaum Deal als Trikotsponsor hat Kompp ein Ausrufezeichen gesetzt, zu den Konditionen wurde Stillschweigen bewahrt, im Verein scheint man jedoch glücklich über den Deal. Zudem müssen die Lizenzunterlagen für die 3. Liga bis Februar eingereicht werden.

Die sportliche Ausgangslage

Nach der Niederlage am 14. Spieltag in Saarbrücken, war die Situation bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang deutlich angespannt.

Doch Cheftrainer Gerd Dais brachte die Mannschaft mit seiner besonnenen Art wieder in die Erfolgsspur, es folgten bis zur Winterpause acht Siege am Stück. Darunter der eminent wichtige Auswärtsdreier am 22. Spieltag beim Tabellenführer aus Elversberg.

Aktuell liegen die Blau-Schwarzen mit drei Punkten Vorsprung auf dem 2. Tabellenplatz, der zu den Aufstiegsspielen für die 3. Liga berechtigt.

Zum Jahresende dann der negative Höhepunkt. Im Badenpokal blamierte sich die Mannschaft im Semifinale beim Verbandsligisten SG Kirchheim bis auf die Knochen und schied nach Elfmeterschießen aus. Somit findet der DFB-Pokal auch nächstes Jahr ohne die Waldhöfer statt, zudem entgehen dem Verein knapp 120.000 Euro an möglichen Einnahmen für das Erreichen der 1. Runde im DFB-Pokal.

Die Fans

Knapp 4.000 Zuschauer im Schnitt sind zwar Ligaspitze, der ganz große Run nach dem Einstieg von Investor Beetz ist jedoch ausgeblieben. Von Euphorie ist bisher noch nichts zu spüren, die Unterstützung ist gut, aber nicht außergewöhnlich. Für Aufsehen haben die Fans mit der Aktion „Alsenweg“ gesorgt, indem sie das alte Stadion per Graffiti in neuem Glanz erstrahlen liessen.

Prognose

Gleich nach der Winterpause kommt es am 18. Februar zum Knaller gegen den Tabellendritten aus Steinbach. Sollten die Punkte im heimischen Carl-Benz-Stadion verbleiben, beträgt der Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz bereits sechs Punkte.

Das Restprogramm scheint machbar, mit Saarbrücken empfängt man den zweiten verbliebenen Aspirant auf den Aufstieg ebenfalls zu Hause. Sollten die Mannen von Gerd Dais gut aus den Startlöchern kommen, führt kein Weg am SV Waldhof Mannheim 07 vorbei.

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