Lützelsachsen hält mit! Zweite souverän.

Knapp daneben ist auch vorbei. Diese schmerzliche Erfahrung musste die erste Mannschaft der TSG Lützelsachsen in ihrem vergangenen Heimspiel gegen den LSV Ladenburg machen. Denn trotz eines furiosen Starts und einer leidenschaftlichen Schlussoffensive standen die Mannen um Kapitän Jonathan Hellinger am Ende mit leeren Händen da, während die Gäste noch einmal mit einem blauen Auge davonkamen. Ganz anders hingegen die Stimmungslage bei der zweiten Mannschaft, die ihren Saisonauftakt vor bemerkenswerter Kulisse im Schnelldurchlauf absolvierte und sich damit einen frühzeitigen Besuch auf dem Winzerfest verdiente.

TSG Lützelsachsen – LSV Ladenburg 6:9

Zum Auftakt des Bezirksklasse-Wochenendes reisten die Ladenburger mit sieben Spielern an die Bergstraße, da sich Röth (nur Doppel) und Vetter (nur Einzel) ihre Aufgaben teilten und Niels Wilhelm den dadurch freigewordenen Platz einnahm; darüber hinaus wurde Ove Wilhelm von Binmöller vertreten. Auf Seiten der Gastgeber kehrte Hellinger in die Formation zurück, die Ausfälle Jens Hofmann (freigestellt) und Norman O’Neal (Verletzung) wurden durch David Baritz und Michael Bauer aus der zweiten Mannschaft kompensiert.

Die Lützelsachsener Eingangsdoppel präsentierten sich gewohnt stark: Bei Siegen von Ibba/Dremel und Koch/Bauer musste sich nur das „Notfall“-Doppel Hellinger/Baritz geschlagen geben. Die daraus resultierende 2:1-Führung war jedoch bald passé, als Riccardo Ibba in fünf kuriosen, da jeweils deutlich ausfallenden Sätzen Pfeiffer unterlag. Timo Dremels 1:3-Niederlage gegen Vetter brachte Ladenburg daraufhin zum ersten Mal in Front. Doch die Lützelsachsener „Mitte“ konterte eindrucksvoll: Erst ließ Hellinger seinem Kontrahenten Knobloch nicht den Ansatz einer Chance, dann überraschte Timo Koch gegen den eigentlich favorisierten Schneider in vier sauber durchgespielten Sätzen. Im hinteren Paarkreuz zunächst wieder das umgekehrte Bild: Baritz und Bauer unterlagen Binmöller bzw. Wilhelm, sodass die Gäste mit 5:4 die Führung übernahmen.

Als daraufhin Ibba gegen Vetter erneut in fünf Sätzen den Kürzeren zog und Dremel im Duell mit Pfeiffer nur wenig Land sah, schien das Match (vor)entschieden. Und spätestens mit Hellingers Spielverlust gegen Schneider und dem damit verbundenen achten Ladenburger Zähler verschwand auch die letzte leise Hoffnung des Heim-Publikums auf einen Lützelsachsener Punktgewinn.

Dann jedoch der zweite Auftritt von Koch, der offenbar einen Sahnetag erwischt hatte. Trotz eines 0:2-Rückstands aufgrund zweier deutlicher Satz-Niederlagen arbeitete sich das Lützelsachsener Eigengewächs in sein Match gegen Knobloch und konnte die restlichen drei Durchgänge jeweils knapp für sich entscheiden. Davon angestachelt biss sich auch Baritz mit seinem unangenehmen defensiven Spiel durch vier enge Sätze gegen Wilhelm zu einem 3:1-Erfolg und brachte damit endgültig die passende Grundstimmung für eine Aufholjagd in die Halle zurück.

Beim Stand von nunmehr 6:8 sah sich Ersatzmann Bauer zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen Binmöller gegenüber. Vor zwei Wochen noch als deutlicher Sieger vom Tisch gegangen, hatte der Lützelsachsener diesmal weniger Schlachtenglück, wenngleich er im vierten Satz noch zwei Matchbälle gegen sich abwehren konnte. Durch das 9:11 im darauf folgenden Entscheidungssatz verpasste er allerdings den für das Zustandekommen des Schlussdoppels notwendigen Anschlusspunkt.

Damit bleibt für den Aufsteiger die Erkenntnis, an guten Tagen auch gegen Spitzenteams aus der Bezirksklasse mithalten zu können, zumal mit Hofmann und O’Neal zwei weitere vielversprechende Akteure auf ihre Rückkehr in die Mannschaft pochen.

Zur nächsten Partie gastiert bereits am Donnerstag die DJK Wallstadt an der Bergstraße – eine Ansetzung, die schon zu gemeinsamen Kreisliga-Zeiten für gleichermaßen spannende wie freundschaftliche Duelle stand. Der LSV Ladenburg übernimmt durch den hart erkämpften Auswärtssieg (sowie das inzwischen erzielte 9:0 gegen den TTC Weinheim IV) die Tabellenspitze in der Bezirksklasse Rhein-Neckar.

Spieler des Tages:  Timo Koch & David Baritz. Ersterer steuerte drei Punkte bei, überzeugte dabei spielerisch wie kämpferisch. Letzterer aufgrund seines astreinen Fights gegen Wilhelm zum Pflichtspiel-Einstand bei der TSG.

TSG Lützelachsen II – TTC Heddesheim II 9:0

Die zweite Mannschaft der TSG Lützelsachsen bot ihren zahlreichen Zuschauern anlässlich der Heimspiel-Rückkehr in den Samstagnachmittag nicht nur in Form von Kuchen und Bier ein besonderes Schmankerl, sondern überzeugte auch in sportlicher Hinsicht auf allen Ebenen.

Gegen Außenseiter TTC Heddesheim II trat der Vorjahres-Fünfte in Bestbesetzung an, sprich: mit Neuzugang David Baritz an Punkt 1 sowie Erwin Bauer für den ins dritte Glied gerückten Alexander Gleich an Punkt 6. Die Gäste mussten J. Ridder sowie Schweizer ersetzen, für sie standen Ortega und Kronauer im Aufgebot.

Sichtlich angespannt ob der für Kreisklasse-Verhältnisse großen Kulisse von etwa 20 Zuschauern taten sich die Doppel Bauer, M./Stadler und Dremel, R./Schröder, M. zunächst schwerer als erhofft und benötigten jeweils fünf Sätze zum Punktgewinn. Besser machte es das neu zusammengestellte Duo Baritz/Bauer, E., das keinerlei Zweifel aufkommen ließ und in glatten drei Sätzen die Nase vorne behielt. Baritz sorgte im Anschluss gegen Schäfer mit 3:1 Sätzen für die beruhigende 4:0-Führung und als sich Rolf Dremel gegen Moor ebenfalls in vier Sätzen durchgesetzt hatte, hegte keiner der Anwesenden mehr Zweifel an einem deutlichen Lützelsachsener Sieg.

Im mittleren Paarkreuz hatte Martin Schröder daraufhin kaum Probleme mit Muley (3:0), etwas schwerer tat sich Michael Bauer gegen den forsch aufspielenden Opitz (3:1). Für den kämpferischen Höhepunkt des Nachmittags sorgte schließlich Alexander Stadler, der ein ums andere Mal von Kronauer „ausgeblockt“ wurde, aber das Match nicht zuletzt dank der Unterstützung von außen noch umbog und mit 3:2 die Oberhand behielt. Die geschlossene Mannschaftsleistung rundete Erwin Bauer mit seinem 3:0 über Ortega ab, sodass die TSG mit dem höchstmöglichen Ergebnis von der Platte trat.

Bereits am Freitag steht für das Team um Kapitän Michael Bauer die schwere und richtungsweisende Auswärts-Aufgabe bei der DJK Käfertal IV an, Heddesheim empfängt zeitgleich den TTC Weinheim V.

Spieler des Tages: Alle, da von sechs starken Akteuren keiner herausragte. Klingt nach Klischee, trifft hier aber tatsächlich zu.

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